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Ach du dickes Ei!

12.04.2012

VFR Merzhausen AH - SV Rhodia Freiburg AH 3:1 (0:1) Tore: 33) 0:1 Santa mit platziertem Schuss in das lange Toreck; 58.) 1:1 Torhüter Lange lässt abprallen, der Gegner staubt ab; 78) 2:1 eiskalt erwischt; 80) 3:1 Heber über den Torwart.

Aufstellung: Thomas Lange, Marco Bienz, Markus Kreidel, Günter Burgert, Hansjörg Hasenfratz, Christian Gordala, Ralf Gänsler, Michael Werner, Akkus Kadir, Joachim Metzinger, Udo Santa, Adam Küttner, Roland Zorn, Alfred Böcherer.

Gnadenlos vorgehen wollte der Schiedsrichter gegen das Tragen von Intimschmuck und drohte bei Entdecken auf dem Platz sofort die gelbe Karte an.
Ach, Du dickes Ei!


Ausnahmsweise hatte Coach Gordi dieses Mal nur einen Spielführer nominiert. Die Defensive mit Marco, Markus, Günter und (Oster-) Hase war klar. Davor eine Viererreihe mit Gordi, Gänse (passt eigentlich eher zu Weihnachten), de’ Mannemer und Mezzo. Da letzterer älter ist als das bekannte Getränk, handelt es sich hier auch um keine Schleichwerbung. Wir spielten mit zwei Stürmern Frosch und Udo. Ein klassisches 4-4-2 also! Die Zwischenräume müssen aber kürzer gemacht werden. Plötzlich der Kommentar von Udo: raus hier, sonst kriege ich Platzangst. Tatsächlich gleicht die Umkleidekabine von Merzhausen eher einem Schuhkarton. Die Bemerkung sei aber erlaubt, dass die Tanzfläche auf Mallorca sicherlich auch nicht mehr Platz bietet.
Ach, Du dickes Ei!


Von Beginn an entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel. Früh war klar, dass dies kein Spaziergang werden würde. Nach 24 Minuten der erste große Aufreger. Torhüter Lange wurde im Strafraum unfair angegangen. Der Schiedsrichter bewertete dies aber anders und zeigte den gelben Karton. In der 33. Minute dann der große Auftritt des frisch eingewechselten Adam. Seinem energischen Antritt von der eigenen Hälfte aus war kein Gegenspieler gewachsen. Er bediente mustergültig Udo, der den Ball eiskalt versenkte. Den Versuch von Merzhausen einen Elfmeter zu schinden, wurde mit einer gelben Karte geahndet. Damit war für Mezzo klar, dass es heute nicht so einfach werden würde. Die Frage an den Schiedsrichter nach der noch verbleibenden Spielzeit beantwortete dieser mit dem Pausenpfiff. Merzhausen dachte:
Ach, Du dickes Ei!


In der Pause war die Welt noch in Ordnung; man führte knapp aber verdient. Spektakulär der sprechende Wertsack, der sich pausenlos mit Klingeltönen bemerkbar machte.
Ach, Du dickes Ei!


Außer dem Kommentar von Mezzo, dass er bei Vollmond heim muss, spielte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit nur wenig ab. Die Rhodia hatte das Spiel fest im Griff. Mehr durch Zufall kam Merzhausen durch einen Freistoß, der im Nachschuss verwandelt wurde, zum Ausgleich. Bis kurz vor Schluss deutete alles auf ein Unentschieden hin. Genie Hase hatte wohl an der rechten Seitenlinie die Intelligenz seiner Mitspieler „zu hoch eingeschätzt“ und leitete mit einem Hackentrick die Wende ein. Zu bemerken ist aber, dass noch genügend Zeit geblieben wäre, den Treffer zu verhindern. Mezzo hatte mit einem Freistoß an der Strafraumgrenze noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Im Gegenzug fiel das 3:1. Das war’s!
Ach Du dickes Ei!
In der engen Bahnhofshalle dann ein wohl einmaliges Schauspiel. Zu besichtigen waren die liebevoll restaurierte Dampflok der Serie 05 aus dem Jahr 1967, sowie deren großer Schwester Baureihe 10 aus dem Jahr 1965; beide beheimatet im Bahnbetriebswerk Betzenhausen. Vervollständigt wurde das einmalige Bild von dem in letzter Zeit nur sporadisch eingesetzten Dampfross aus Mannheim. Die entsprechenden Kessel wurden mangels Wasser mit Bier aufgefüllt. Unterstützt von diversen Gastloks versteht sich. Ein Treffen, das so manches Eisenbahnerherz höher schlagen lies. Die anschließende Spiel- und Situationsanalyse dauerte mindestens ebenso lang wie das Spiel selbst. Emotionen erreichten ihren Siedepunkt. Die Gehsteige waren schon längst hochgeklappt, ehe die Veteranen die Heimreise antraten. Bereits am kommenden Mittwoch findet das Rückspiel statt.
Ach, Du dickes Ei!

 
 
 

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